Kurzanleitung zur Inbetriebnahme von Stromversorgungen der Serien energy und energy installation

Ein Leitfaden für die schnelle Erstinbetriebnahme und den Austausch von Stromversorgungen in bestehenden Anlagen. Sie benötigen zusätzlich die typabhängige Bedienungsanleitung bestehend aus Datenblatt und Beschreibung.

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Aufstellung und Verkabelung

  • Seitliche und hintere Luftöffnungen dürfen nicht abgedeckt werden.
  • Bei allen Anschlüssen ist ein ausreichender Querschnitt und eine fachgerechte Verarbeitung erforderlich. Beachten Sie auch Kapitel 2.2* der Beschreibung.
  • Der Netzanschluss an X1 ist immer mit Schutzleiter auszuführen.
  • Bei geerdeter Ausgangsspannung ist der Erdkontakt des Lastanschlusses X2 zu verwenden.
  • Senseleitungen sollten nur angeschlossen werden, wenn sie verwendet werden, ansonsten sind sie unbeschaltet zu belassen.

Auslieferzustand

  • Bedienmodus "LOCAL" ist voreingestellt (Bedienung über HMI). Siehe hierzu Kapitel 3.3.1.1*.
  • Aktive Schnittstelle ist USB mit 57600 Baud oder bei Geräten mit einer Schnittstellenoption (/AN oder /LAN) die jeweilige optionale Schnittstelle.
  • Beim Laden der Werkseinstellung (in der Betriebsart "CONFIG") wird auch die Schnittstellenkonfiguration zurückgesetzt, siehe Kapitel 3.3.7*.
  • Speicherbank "0" mit den dort vorgebenen Werte für U, I und P ist aktiv. Bei Auslieferung sind die Maximalwerte für U, I und P eingestellt.

Bedienung

  • Wenn die Stromversorgung über ein HMI (Human Machine Interface) verfügt, kann sie im Bedienmodus "LOCAL" über das HMI bedient werden. Siehe hierzu:
    • Kapitel 3.2* beschreibt die verschiedenen Bedien- und Anzeigeelemente.
    • Kapitel 3.2.2* beschreibt die Menüführung.
    • Anhang A1* zeigt die Menüstruktur für die Betriebsart "CONFIG".
    • Anhang A2* zeigt die Menüstruktur für die Betriebsarten "STANDARD" (STD) und "LAB".
    • Anhang A3* zeigt die Menüstruktur für die Betriebsart "SEQUENCE".
  • Im Bedienmodus "REMOTE" wird das Gerät mit Softwarebefehlen fernbedient. Kapitel 3.4* beschreibt die verschiedenen Schnittstellenkonfigurationen und Befehle.
  • Die Stromversorgungen lassen sich über die Schnittstellen RS232, USB und LAN sehr einfach mit der kostenlosen LabVIEW-Applikation DemoApp2  steuern. Die Bedienung mit DemoApp2 funktioniert in jedem Betriebs- oder Bedienmodus und unabhängig davon, ob die Stromversorung ein HMI hat.

Signalisierung

  • Bei aktiver CAN-Schnittstelle zeigen die LEDs "RUN" und "ERROR" den Status der CAN-Schnittstelle gemäß CiA303-3 an.
  • Ist die CAN-Schnittstelle nicht aktiviert:
    • Leuchtet die grüne LED "OUT" dauerhaft, ist der Ausgang aktiv.
    • Leuchtet die rote LED "FAIL" dauerhaft, liegt ein Fehler vor. Bei Geräten mit Display wird dann eine Fehlermeldung im Klartext dargestellt.
    • Blinkt die grüne LED "OUT", ist der Ausgang nicht vollständig aktiviert. Dazu müssen alle Enableeingänge bestromt und alle "STANDBY/ON" Schalter auf "ON" gesetzt sein.
    • Blinkt die rote LED "FAIL", fehlt zum Aktivieren des Ausgangs noch die Softwarefreigabe (Befehl: "OUT 1").

Einschalten

  • Alle Schiebeschalter "STANDBY/ON" auf "STANDBY" stellen.
  • Die Netzspannung anlegen, damit die Stromversorgung bootet.
  • Nach dem Bootvorgang gewünschte Parameter einstellen.
  • Alle Schiebeschalter "STANDBY/ON" auf "ON" stellen.
  • Alle Enableeingänge auf dem Steckerverbinder X4 bestromen. Im Lieferumfang jeder Stromversorgung ist ein D-Sub-Stecker mit allen notwendigen Brücken enthalten, der nur aufgesteckt werden muss. Wir empfehlen, den Stecker dauerhaft direkt beim Gerät zu lagern.
    • Im Bedienmodus "LOCAL" (Bedienung über HMI direkt an der Stromversorgung) ist der Ausgang nun aktiv.
    • Im Bedienmodus "REMOTE" (Fernbedienung bei Verbindung über Schnittstelle) muss noch zusätzlich die Softwarefreigabe mit dem Befehl "OUT 1“ erfolgen, um den Ausgang zu aktivieren.

Hinweis: Standardmäßig muss bei jedem Umschalten des Bedienmodus von "REMOTE" auf "LOCAL" der Ausgang erneut freigeschaltet werden. Dazu alle Schiebeschalter "STANDBY/ON" oder beide Enableeingänge auf Steckverbinder X4 aus- und wieder einschalten.

Schnittstellen

  • Um die Stromversorgung über die gewünschte Schnittstelle fernzubedienen:
    • muss die gewünschte Schnittstelle ausgewählt und konfiguriert sein.
    • muss der Bedienmodus "REMOTE" eingestellt sein.
  • Bei Stromversorgungen mit HMI werden Auswahl und Konfiguration der Schnittstelle in der Betriebsart "CONFIG" am HMI vorgenommen. Die Menüstruktur finden Sie im Anhang A1*. Das Abspeichern erfolgt automatisch.
  • Bei Stromversorgungen ohne HMI:
    • Die Auswahl und Konfiguration der Schnittstelle erfolgt über die DIP Schalter. Beachten Sie den Aufdruck auf dem Gehäuse der Stromversorgung.
    • Mit DIP Schalter 1 im 4er Block kann zwischen der Konfiguration der Schnittstellen per DIP Schalter oder der im EEPROM abgelegten Konfiguration umgeschaltet werden.
    • CAN Adressen, die über den mit den DIP Schaltern einstellbaren Bereich hinaus gehen, können nur über das EEPROM konfiguriert werden. Dazu muss die Schnittstellenkonfiguration über EEPROM aktiv sein.
  • Die Vergabe der Knotenadresse Node-ID (Standard: 128) ist optional und nur für den Betrieb mehrerer Geräte an einem gemeinsamen seriellen Bus gedacht. Die Node-ID kann auch über den ASCII Befehl "NODE" gesetzt werden.

USB-Schnittstelle

  • Zur Verbindungsaufnahme über USB ist evtl. ein Treiber nötig, der einen virtuellen COM-Port zur Verfügung stellt. Sie finden den passenden Treiber und eine Anleitung dazu auf der Seite USB Treiber .

Analoge Schnittstelle (Option /AN)

  • Bei aktiver Anlogschnittstelle bleibt die zuletzt gewählte digitale Schnittstelle zusätzlich aktiv, um alle Funktionen außer den Setwerten für Spannung und Strom programmieren und abfragen zu können.
  • Die analogen Monitorausgänge zeigen unabhängig von der gewählten Schnittstelle immer die Istwerte für Spannung und Strom an.

LAN-Schnittstelle (Option /LAN)

  • In Stromversorgungen mit der Option /LAN ist ein XPort von Lantronix integriert.
  • Zur Einrichtung der LAN-Verbindung stehen zwei Softwarepakete zur Verfügung:
    • Lantronix Device Installer(manuelle IP Vergabe)
    • Lantronix COMPort Redirector(Einrichtung eines virtuellen COM-Ports)
  • Die Standardeinstellung für die Adressvergabe ist DHCP. Ohne erreichbaren DHCP-Server wählt der XPort eine Adresse im APIPA Adressbereich 169.254.0.0/16.
  • Sie finden den passenden Treiber und eine Anleitung dazu auf der Seite LAN Treiber .


*Die Kapitelangaben beziehen sich auf die aktuelle zur Stromversorgung gehörende Beschreibung.

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